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  Infochannel Flight Center - ENSR-3605

P-51 Mustang




















Capt. Henry W. "Raptor" Newling, USAF, 1985
Motto: "This is my rifle, and this is my gun
- first is for fighting and second for fun
"


USAF.

Die United States Air Force (USAF) sind die Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Aufgabe der USAF ist die „Verteidigung der Vereinigten Staaten durch die Kontrolle und Ausnutzung von Luft und All".

Im Jahre 2006 waren der US Air Force 346.166 Soldaten unterstellt, darunter 71.691 Offiziere (20,7 %). Außerdem sind 145.620 Zivilangestellte bei der USAF beschäftigt. Die unmittelbaren Reserve umfasst noch weitere 78.426 Soldaten die dem Air Force Reserve Command unterstellt ist, sowie die Air National Guard mit 106.000 Soldaten. Die US Air Force stellt heute rund ein Viertel der Gesamtstärke der US-Streitkräfte von ca. 1,43 Millionen Menschen.

Zum Inventar gehören rund 4.300 Flugzeuge, zuzüglich 1.700 Maschinen der Reservestreitkräfte. Die USAF unterhält weltweit 85 große Militärflugplätze (Air Force Base), davon 72 auf US-Gebiet und acht in Europa, dazu noch einmal 82 kleinere Stützpunkte und fast ebensoviele Basen der Reservestreitkräfte.

Das Budget für die US Air Force für das Haushaltsjahr 2007 umfasst 104,2 Milliarden US-Dollar, davon

  • 35,7 % Operations- und Unterhaltskosten = 37,2 Milliarden US-Dollar
  • 24,5 % Personalkosten = 25,5 Milliarden US-Dollar
  • 17,9 % Beschaffungskosten = 18,6 Milliarden US-Dollar
  • 17,9 % Forschungs-, Entwicklungs-, Test- und Auswertungskosten = 18,6 Milliarden US-Dollar
  • 1,2 % Baukosten für Gebäude = 1,2 Milliarden US-Dollar
  • 0,9 % sonstiges Budget (BRAC Base Realignment and Closure) = 1,0 Milliarden US-Dollar

Zu den Beschaffungskosten zählt u.a. der Kauf von C-17-Transportflugzeugen (3,5 Milliarden Dollar) und F-22-Kampfflugzeugen (3,2 Milliarden Dollar) und die Entwicklung der F-35 (2,4 Milliarden Dollar).

Geschichte

Anfänge

Am 1. August 1907 stellte das US Army Signal Corps eine Abteilung für Luftfahrt auf. Seit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs im Jahre 1865 bestand die Ausrüstung aus zehn Ballons.

Das erste Flugzeug wurde am 20. August 1908 getestet, der erste tödliche Unfall der Militärluftfahrt geschah am 17. September des selben Jahres, als Lt. Thomas E. Selfridge abstürzte. Am 2. August 1909 stellte das Signal Corps das erste Flugzeug offiziell in Dienst, eine Wright Model A, genannt Airplane No. 1. Ende Oktober 1912 gehörten neun einsatzfähige Luftfahrzeuge zum Bestand - Airplane No. 1 war zu diesem Zeitpunkt bereits an das Smithsonian-Museum abgegeben worden.

Frühe Kampfflugzeuge

Die Wurzeln der USAF gehen auf um die zur Jahrhundertwende vom 19 zum 20. Jh. erfolgte Bemühungen zurück, neue Technologien zu bewerten. Im Januar 1905 erwog das Kriegsministerium ein Angebot, das es von zwei Erfindern aus Dayton, Ohio erhalten hatte, die der Regierung eine Flugmaschine liefern wollten, die schwerer als Luft war. Die Tatsache, dass damals viele bezweifelten, dass Wilbur und Orville Wright wirklich ein funktionsfähiges Flugzeug gebaut hatten, ist ein Teil der Luftfahrtgeschichte. Aber das Board of Ordnance and Fortifications, das Komitee, das den Vorschlag der Gebrüder Wright untersuchte, musste auch noch weitere Tatsachen in Betracht ziehen. Außerhalb der Science Fiction war es damals durchaus nicht ganz klar, welche Rolle Luftschiffe, Segelflugzeuge und Flugzeuge in der Kriegsführung spielen würden. Nur Ballons hatten ihren praktischen Wert erwiesen. Das revolutionäre Frankreich hatte 1794 einen Ballon in der Schlacht von Fleurus eingesetzt. Auch im amerikanischen Bürgerkrieg waren Ballons eingesetzt worden, und das Signal Corps hatte die Aufgabe erhalten, diese zu erwerben und zu bedienen. Allerdings schuf das Signal Corps erst 1892 eine permanente Ballonabteilung, deren Einsatz im Krieg mit Spanien 1898 aber nicht sehr erfolgreich war.

Im Jahre 1898 vergab das Signal Corps den Auftrag zum Bau eines Flugzeugs an Samuel P. Langley, doch dessen Erprobung endete am 8. Dezember 1903 mit einem spektakulären Sturz in den Potomac River, nur neun Tage vor dem ersten Flug der Gebrüder Wright. Das Kriegsministerium, das 1905 immer noch an diese peinliche Episode dachte, lehnte deshalb das neue Angebot ab.

Aber der Fortschritt der Luftfahrt, die Erteilung eines Patents an die Gebrüder Wright im Jahre 1906, sowie das Interesse von Präsident Theodore Roosevelt brachten das Thema wieder zur Diskussion. 1907 wurde Captain Charles Chandler der Leiter der neu gegründeten aeronautischen Abteilung der Fernmeldetruppe, die alle Formen des Fliegens weiterentwickeln sollte. Im Jahre 1908 bestellte das Signal Corps bei Thomas Scott Baldwin einem amerikanischen Luftschiffpionier ein lenkbares Luftschiff und vergab an die Wrights einen Auftrag über die Lieferung eines Flugzeugs. Trotz eines Absturzes, bei dem das erste Modell zu Bruch ging, wurde das Wright-Flugzeug 1909 ausgeliefert. Die Erfinder begannen dann damit, einigen jungen, enthusiastischen Offizieren das Fliegen beizubringen. Quelle: Handbuch zu "Jane's USAF"

Erster Weltkrieg

Das erste Geschwader wurde am 3. März 1913 aufgestellt. Es bestand aus nur sechs Flugzeugen und repräsentierte bis in den Ersten Weltkrieg hinein die gesamte Luftwaffe der Vereinigten Staaten. Der Krieg zeigte schnell die Vorteile der Luftunterstützung; Ende 1915 standen 23 Flugzeuge bereit und als die USA im April 1917 in den Krieg eingriffen, hatte die Luftwaffe 24 Geschwader aufgestellt, die allerdings längst nicht alle komplett ausgerüstet waren.

Im Mai 1918 wurde die Luftfahrt-Abteilung vom Signal Corps getrennt und als US Army Air Service neu organisiert. Schon 740 Luftfahrzeuge gehörten zum Kriegsende im November 1918 zur US-Luftwaffe, davon sind 289 Flugzeuge und 48 Ballons bei den Kämpfen verloren gegangen; 138 Tonnen Bomben wurden abgeworfen und 756 feindliche Flugzeuge sind zerstört worden. Nach dem Krieg reduzierte sich die Anzahl der Luftwaffen-Soldaten bis Mitte 1920 drastisch auf ein Zwanzigstel der Kriegsstärke, auch der Bedarf an Ausrüstung war nun entsprechend geringer. Im Jahre 1926 wurde der Air Service zum US Army Air Corps (USAAC), blieb also Teil der US Army. In dieser Zeit wurden auf vielen Gebieten technische Entwicklungen vorangetrieben, wie beispielsweise die Luftbetankung und die Erprobung neuer Bomber (Martin B-10) und Kampfflugzeuge. Die Zahl der Flugzeuge stieg von unter 1000 (1926) auf 1700 (Mitte 1932). Ab 1937 kam die B-17 Flying Fortress zum Einsatz.

Zweiter Weltkrieg

Schließlich beschloss die Regierung unter Präsident Franklin D. Roosevelt Anfang 1939, den Bestand auf 6.000 Maschinen aufzustocken. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 und seine Folgen ließ den Bedarf an Bombern, Jägern und Aufklärern in die Höhe schnellen: Bis 1945 stieg die Flugzeugstärke auf über 60.000 Stück; viele neue Stützpunkte wurden angelegt, um das Material und die Truppen unterbringen zu können.

Das USAAC ging am 20. Juni 1941 in den US Army Air Forces (USAAF) auf, die ab 1943 als eigenständiger Teil der US Army den gleichen Rang wie selbige und die US Navy erhielten.

Im Zweiten Weltkrieg flogen amerikanische Bomber viele Angriffe gegen Deutschland, hauptsächlich am Tage gegen industrielle Ziele von militärischer Bedeutung (siehe beispielsweise Operation Double Strike), aber auch gegen Städte wie Hamburg und Dresden. Ab 1944 erfolgten auch Einsätze gegen Japan, im August 1945 schließlich warfen B-29 Superfortress Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab.

Nach dem Krieg wurden die Streitkräfte neu organisiert und am 21. März 1946 drei neue Luftwaffenkommandos gegründet: Zur Unterstützung der Bodentruppen das Tactical Air Command, für die Reservestreitkräfte und Heimatverteidigung das Air Defense Command und für die strategischen Bomber und Aufklärer das Strategic Air Command, das in den Folgejahren zum mächtigsten Militärverband der westlichen Welt aufstieg.

Mit der Gründung der United States Air Force (USAF) durch den National Security Act am 26. Juli (in Kraft 18. September) 1947 erreichte die Luftwaffe schließlich ihre volle Unabhängigkeit.

Kalter Krieg

Während der Berlin-Blockade 1948/49 versorgten „Rosinenbomber" hauptsächlich der USAF und der britischen Royal Air Force die Stadt fast ein Jahr lang über eine Luftbrücke, mit 278.000 Flügen und 2,1 Millionen Tonnen befördertem Material die bis heute größte Lufttransport-Operation überhaupt. Dabei kamen Transportflugzeuge wie Douglas C-54 Skymaster und Lockheed C-121 Constellation zum Einsatz.

Kurzer historischer Überblick:

  • 1947-91 Einsatzbereitschaft mit Kernwaffenbestückten Bombenflugzeugen und später mit Boden-Boden-Raketen im Kalten Krieg.
  • 1948-49 Operation Vittles, Die Berliner Luftbrücke.
  • 1950-53 Unterstützung für die Truppen der Vereinten Nationen im Koreakrieg.
  • 1964-73 Vietnamkrieg.
  • 1979 Operation Eagle Claw, Geiselrettungsversuch im Iran.
  • 1986 Operation El Dorado Canyon, Bombenangriff in Libyen.
  • 1991 Operation Desert Storm gegen den Irak.
  • 1991-96 Operation Provide Comfort, Flugverbotszone Nord für 36°N im Irak.
  • 1991-2003 Operation Southern Watch, Flugverbotszone Süd für 33°N im Irak.
  • 1993-95 Operation Deny Flight, Flugverbotszone über Bosnien-Herzegovina.
  • 1995 Operation Deliberate Force, Bombenangriff in Bosnien-Herzegovina.
  • 1996 Operation Desert Strike, Bombenangriff im Irak.
  • 1997-2003 Operation Northern Watch Flugverbotszone Nord für 36°N im Irak
  • 1998 Operation Desert Fox, Bombenangriff im Irak.
  • 1999 Operation Allied Force, Bombenangriff im Kosovo und Serbien.
  • 2001 Operation Enduring Freedom, Bombenangriff in Afghanistan.
  • 2003 Operation Iraqi Freedom, Invasion des Irak.

 

Organisation

Die USAF ist die für den Luftraum und Weltraum zuständige Teilstreitkraft der US-Streitkräfte. An der Spitze ihrer militärischen Führung steht der Chief of Staff, USAF (CSAF, Stabschef), der gemeinsam mit den Befehlshabern der anderen Teilstreitkräfte zu den Joint Chiefs of Staff gehört, der militärischen Führungebene im US-Verteidigungsministerium (Department of Defense). Der Stabschef wird in der Regel für vier Jahre vom US-Präsidenten berufen und dient als Vermittler zwischen der Verwaltung und den Soldaten. Seit dem 2. September 2005 ist General T. Michael Moseley Stabschef der Luftwaffe.

Daneben bildet das Department of the Air Force (Ministerium der Luftwaffe) als Teil des Verteidigungsministeriums die oberste zivile Verwaltungsebene der USAF mit dem Secretary of the Air Force (Luftwaffenminister) an der Spitze.

Außerdem lässt sich unterscheiden zwischen:

Hauptkommandos

Die USAF ist in neun Hauptkommandos (major commands) unterteilt, die jeweils einen bestimmten Aufgabenbereich oder eine Region abdecken:

Weitere Untergliederung

An der Spitze jedes Hauptkommandos steht ein Offizier im Generalsrang. Einem Kommando sind bis zu zwei nummerierte Luftwaffen (Numbered Air Forces) zugeordnet, von denen es 22 gibt. Diese bestehen wiederum aus mindestens zwei Wings. Eine Air Force Base der USAF ist typischerweise um eine solche Wing herum organisiert; größere Basen beherbergen entsprechend mehrere Wings oder eine Numbered Air Force. Die Wings setzen sich aus Gruppen (Groups) zusammen, denen jeweils ein bestimmter Flugzeugtyp zugewiesen wird. Flugzeuge und Personal einer Gruppe werden bei Einsätzen und Übungen in der Regel zusammen eingesetzt, also nicht auf verschiedene Missionen aufgeteilt. Unterhalb der Gruppe steht die Staffel (Squadron), die grundlegende Einheit der amerikanischen Luftwaffe. Als Beispiel für diese Hierarchie gehören neun Transporter vom Typ Lockheed C-141 zum 730th Airlift Squadron, 452nd Air Mobility Wing, 4th Air Force, Air Force Reserve Command.

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Stand: 10.08.2007 

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